Schauspielhaus Stuttgart

Volpone oder Stirbt der Fuchs, so gilt der Balg

 

Premiere 29.05.2010

Von Soeren Voima

 

Geld ist Gott, bekennt Volpone gleich am Anfang unumwunden, und nur eines ist noch besser als Geld: die Lust, seine Mitmenschen übers Ohr zu hauen. Der Volpone unserer Zeit hat sein Geld mit Discountmärkten gemacht, und nun, da er alt und kränklich geworden ist, lässt er sich in einer noblen katholischen Kurklinik „zutodepflegen". Am Zutodepflegen bereichert sich ihrerseits die Klinikchefin Frau Dr. Fliegel, die ihren Patienten Volpone scheinbar ganz selbstlos berät. Dieser empfindet ein ausgemachtes Vergnügen daran, die Spekulationen um seinen baldigen Tod anzuheizen und damit seine „Freunde" und potentiellen Erben in eine erbitterte Rivalität um seine Gunst zu schicken. Herr Raabe, sein ehemaliger Personalchef, Herr Geier, sein Anwalt und Herr Wolfowitz, sein Geschäftskonkurrent überbieten sich in kriecherischen und peinlichen Avancen, garniert mit fetten materiellen Geschenken. Frau Dr. Fliegel beobachtet und lenkt die Erbschleicher aus souveräner Distanz und muss am Ende nur die Hände aufhalten ...

 

Regie Christian Brey

Bühnenbild Anette Hachmann und Elisa Limberg

Kostüme Petra Bongard

Dramaturgie Kekke Schmidt

Licht Alexander Joseph

Musik Matthias Klein


Mit

Harald Schmidt, Minna Wündrich, Rainer Philippi, Florian von Manteuffel, Sarah Sophia Meyer, Lutz Salzmann, Benjamin Grüter, Matthias Klein